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Angefangen hat alles 1998. Damals errichteten ich (Robert Zeis) und mein Vater eine kleine Voliere, um darin Goldfasane zu halten. Kaum war diese Voliere fertiggestellt, und die Fasane hatten ihr neues Heim bezogen, da flog uns ein Wellensittich zu. Dieser hellblaue Vogel wurde gefangen und in die Voliere einquartiert. Da sich auch nach längerem Bemühen kein Besitzer ausfinding machen ließ, beschlossen wir das Tier zu behalten und ihm einen Partner zu kaufen. Aufgrund dessen, dass es sich bei dem blauen Vogel um ein Männchen handelte, wurde im nächstbesten Zoofachgeschäft eine Henne auserkohren, wobei mir eine sehr schöne Lutino Henne am besten gefiel.  Im nächsten Frühjahr befestigten wir in der genannten Voliere einen Nistkasten, um unser Glück in der Vogelzucht zu versuchen. Und einige Wochen später lagen auch schon die ersten Eier im Kasten.

Aus den Fachbüchern, die ich mittlerweile gelesen hatte, wusste ich, dass ich eine Zuchtgenehmigung brauchen würde, damit ich die Jungen beringen und abgeben konnte. Nachdem diese Hürde geschafft war und die ersten 50 Ringe ins Haus geliefert worden waren, beschloss ich noch einige Tiere hinzuzukaufen, denn wegen einem Paar Wellensittiche solch einen Aufwand zu betreiben, war mir dann doch etwas zu viel. Bei den nun folgenden Besuchen auf dem nahegelegenen Vogelmarkt lernte ich mit der Zeit einen Züchter kennen, der Schauwellensittiche züchtet, und dieser lud mich ein einmal seine Anlage zu besichtigen.

Durch dieses Erlebnis inspiriert, wuchs in mir der Wunsch auch diesen Wellensittichtyp zu züchten, und mit den Jungtieren auf Ausstellungen zu gehen. So trat ich dann der AZ bei und unser Gartenhäuschen wurde mit Zuchtboxen vollgestopft. Die steigende Anzahl der gehaltenen Tiere machte es notwendig, neue Volieren zu errichten. Vorsichtshalber unterteilten wir diese Riesenvoliere in zwei Abteile, um auf alles vorbereitet zu sein. So gesellten sich schon nach kurzer Zeit die ersten Großsittiche zu meinen Wellensittichen.

Mit der Zeit wurden diese sehr großen Volieren immer öfter unterteilt, bis schließlich sieben Abteile mit einer Einzelgröße von 1,5m x 2,5m x 4m (bxhxl) entstanden. Diese erhielten dann auch gleich neue Insassen: Es wurden je ein Paar Schildsittiche, Pennantsittiche, Prachtrosellas und Princess of Wales Sittiche gekauft. Mein Wellensittichbestand war unterdessen so stark angewachsen (400 Tiere + Nachwuchs), dass ich erneut eine seperate Voliere für die Wellensittiche errichten musste. Bis dahin hatte ich bereits einige Medallien auf der Bundesschau gewonnen und stieg somit in die nächsthöhere Ausstellerstufe auf.

Zu diesem Zeitpunkt (Juni 1995) lernte ich meine Frau Sandra kennen, die sich immer mehr für diese Hobby begeistern ließ, und mittlerweile genauso aktiv bei der Sache ist wie ich.

Damals gelangen die ersten Nachzuchten bei den Großsittichen und die Freude auf unserer Seite war natürlich rießengroß. Leider konnte ich ab Herbst 1996 aus beruflichen Gründen nicht mehr so viel Zeit mit meinen Tieren verbringen, wie ich es gerne gewollt hätte, und so ließen die Qualität meiner Wellensittichnachzucht und infolge dessen auch die Schauerfolge nach. Und so mussten nach langen Wochen der Beratung und des Überlegens die Wellensittiche abgegeben werden, wenn dies auch mit schwerem Herzen geschah.

Somit war jetzt vermehrt Zeit für die verbleibenden Großsittiche. Außerdem war  jetzt auch wieder Platz für neue Arten, denn die Volieren der Wellensittiche waren jetzt ja leer. Damit konnten wir uns jetzt einen Traum erfüllen und uns “richtige Papageien” zulegen. Uns haben Kakadus schon immer sehr gut gefallen. Also machten wir uns auf die Suche nach solchen und hatten schon einige Wochen später ein Pärchen Rosakakadus in unseren Volieren, zu denen bald noch ein Pärchen Nacktaugenkakadus hinzukam. Unsere Bourkesittiche und Nymphensittiche gaben wir nun ab, da diese nicht so recht in unser Konzept passten.

Im Jahr 1998 entspannte sich dann auch meine berufliche Lage wieder und so wurden weitere Papageien hinzugekauft. Leider mussten wir bald feststellen, dass die Volieren der Wellensittiche den starken Papageienschnäbeln nicht all zuviel Wiederstand bieten konnten.So errichteten wir in einem ehemaligen Schweinestall provisorisch einige Volieren mit den Maßen 3m x 3m x 2,5m (lxbxh), in denen sich der Großteil unserer nunmehr 25 Papageien vorübergehend befindet.

Das Jahr 2001 hat wieder einmal viel neues gebracht. Unser Papageienbestand ist nun auf 33 Papageien angewachsen. Viele Paare haben das erste mal gebrütet, zum Teil aber nur mit bescheidenem Erfolg. Wir haben in dem Schweinestall noch fünf Volieren errichtet. Ebenfalls haben wir während der Sommermonate sehr gute Erfolge mit einer Gemeinschftshaltung verschiedener Papageien erziehlt. Nun, die Grundsteine sind gelegt, erste Erfolge sind verbucht und wir freuen uns auf die Zuchtsaison 2002. Übrigens, wenn Sie wissen wollen was sich bei unseren Vögeln genau getan hat, dann sehen Sie doch bei den einzelnen Arten nach.